Sichtweisen
13.06.2018, 18.00 Uhr

Genetik, Mensch, Gesellschaft (Prof. Dr. Reinhard Szibor, Prof. Dr. Gerald Wolf)

Horizonterweiternde & bereichernde Diskussion über unterschiedliche Denkansätze mit Prof. Dr. Reinhard Szibor (vormals Institut f. Rechtsmedizin ) und Prof. Dr. Gerald Wolf (vormals Institut f. Med. Neurobiologie ) zum Thema:

“Genetik, Mensch, Gesellschaft – Sind Identität, Persönlichkeit und Geschlechtlichkeit in unserem Erbgut festgelegt oder nur der Selbstwahrnehmung und der sozialen Normierung geschuldet?”

Genetisch determiniert, zum Rollenverhalten erzogen oder selbstbestimmt? Wie frei ist der Mensch?

Die Spezies Mensch (Homo sapiens) hat sich vermeintlich evolutionär aus dem Tierreich entwickelt. Aber der Homo sapiens unterscheidet sich von seinen tierischen Vorfahren vor allem durch seine Vernunft. Deshalb sind die Verhaltensweisen der Tiere vorwiegend durch Instinkte und Verhaltensgene festgelegt, der vernunftbegabte Mensch hingegen ist in seinen Entscheidungen frei. Er kann die Gesellschaft nach seine Vorstellungen formen, entscheiden ob man selbst heterosexuell oder homosexuell leben will und man kann sich sogar aus mehreren hundert fiktiv festgelegten Geschlechtern ein sympathisches aussuchen. Lediglich eine falsche Erziehung legt das Individuum auf eine Rolle fest. Puppen für Knaben und die elektrische Eisenbahn für Mädchen sowie der Verzicht auf geschlechtsbezogene rosa-und blaufarbige Strampler könnten einen wahren Boom der Bewerbung von Jungen auf Ausbildungsstellen in Pflegeberufe bzw. der Mädchen auf technische Berufe auslösen!
Biologen bestreiten das alles, oder sie setzen zumindest hinter jede derartige Aussage ein dickes Fragezeichen. Dass Verhaltensgene mit der Menschwerdung einfach abgeschaltet wurden, halten sie für eine esoterische Wunschvorstellung und die Leugnung der teilweisen genetischen Determiniertheit menschlicher Verhaltensweisen als Ausdruck einer Scientiaphobie. Die genetische Geschlechtsbestimmung des Menschen, Ursachen für Intersex, mögliche biologische Hintergründe für Homosexualität werde referiert. Der Vortrag wird vermutlich reichlich Stoff für eine kontroverse Diskussion bieten.


Wem eine gleichgebürstete Mainstream-Meinung zu wenig ist und gerne eine selbstverantwortliche Entscheidung treffen möchte, ist erfreut über neues Wissen und neue Einsichten.
Dabei ist uns klar, dass es in der Diskussion durchaus zu divergierenden Auffassungen kommen kann. Aber gerade darum wollen wir den fairen Disput suchen, um uns und unseres Sichtweisen ergänzen zu lassen.

Veranstaltungsort
Lukasklause
Schleinufer 1
39104 Magdeburg

Karte nicht verfügbar

Kosten
Zur Deckung der Kosten wird eine Sammlung während der Veranstaltung durchgeführt.

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