Werdegang
Pastor Thorsten Moll 

Geschäftsführer des Vereins Verantwortung & Werte e.V.

Kindheit und Jugend

Als drittes Kind wurde Thorsten Moll in Eckernförde an der Ostsee geboren. Seine Eltern, die eine kleine Boots- und Yachtwerft betrieben, waren stark im Aufbau der Firma engagiert. Durch sein Hobby Segeln, lernte Thorsten früh die Freiheit zu genießen und wurde mit 14 Jahren Bar-Helfer auf dem Bäderdampfer seines Großvaters. Weil Alkohol bald uninteressant wurde, begann der Marihuana- und Haschischkonsum. Um den Eigenbedarf zu decken, wurde auch weiterverkauft. Auf dem Schulhof dabei erwischt, folgte der Schulverweis. Später, mit Realschulabschluss, kam der Versuch das Abitur auf dem 2. Bildungsweg zu machen. Das wurde durch Konsum stärkerer Drogen und zunehmender Willenlosigkeit sehr schwer. Es zeichnete sich ein sozialer Abstieg ab, der in Okkultismus, Betrügereien und Partyleben seinen Ausdruck fand. Beziehungen zerbrachen.

 

Umkehr

Dann erfolgte mit 20 Jahren eine dramatische Wende in seinem Leben durch eine persönliche, innere Erfahrung des Glaubens an Jesus Christus mit Schuldvergebung, die ihn spontan völlig frei werden ließ von Drogen. Zerstörerische Beziehungen und Verhaltensweisen wurden abgelegt. Nachdem das Abitur nun gelang, erfolgte ein fünfjähriges theologisches Studium an einer freikirchlichen Fachhochschule bei Darmstadt mit Vikariat in Tostedt bei Hamburg.

 

Studium und Leitung einer Seminarstätte

Inzwischen verheiratet mit Sybille folgten nach der Ordination weitere Studien in England und auf der „University of the Nations“ in Kona, Hawaii, bei „Youth with a Mission“, sowie Seminare gegen den wissenschaftlichen Materialismus bei Prof. Dr. mult. Wilder-Smith in der Schweiz. Sein Dienst im „Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden“ (BFP) und darüber hinaus bei der Missionsgesellschaft „Jugend mit einer Mission“ und in anderen Kirchen führte ihn durch viele Städte Deutschlands, europäische Länder, nach Nord-Mittel- und Südamerika, Australien, Länder Asiens und nach Afrika.

Für acht Jahre leiteten die Molls eine christliche Freizeit- und Seminarstätte im Harz bei Clausthal-Zellerfeld mit bis zu 20.000 Übernachtungen im Jahr. Parallel wurde ein Spezialitäten-Restaurant erworben und aufgebaut, sowie eine Gemeinde neu gegründet. Inzwischen mit 4 Kindern beschenkt folgten die Molls nach dem Fall der Mauer in Deutschland einer inneren Berufung nach Magdeburg zum Gemeindebau in Sachsen-Anhalt. Seit 1992 leben sie dort, inzwischen mit ihren Enkelkindern, und wurden die pastoralen Leiter der Gemeinde „Vaters Haus“.

 

Gemeindegründung in Sachsen-Anhalt

Darüber hinaus arbeiteten sie mit an Gemeindegründung und Gemeindebau in weiteren Städten in Sachsen-Anhalt. Die Stadt Magdeburg schenkte 1999 der Gemeinde eine ehemalige Kindertagesstätte mit ca. 10.000 qm Land zum Umbau für christlich-soziale Zwecke. Um soziale Aktivitäten der Gemeinde zu ermöglichen wurde das „Sozialwerk“ der Pfingstgemeinde als Verein unter Vorsitz von Moll gegründet, das Mitglied im Diakonischen Werk und in der AG der Sozialwerke des BFP ist. Als eines der Gründungsmitglieder des Magdeburger Marketing-Vereins „Pro-M“ konnte Moll über einige Jahre dort als Kassenprüfer fungieren. Im Sommer 2000 wurde Pastor Moll zum Regionalleiter (District-Superintendent) der Regionen Niedersachsen-Ost (Hannover)/Sachsen-Anhalt (Magdeburg) für den Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden KdöR gewählt und wurde damit Mitglied des Präsidiums des „BFP“ – ab 2006 dann Konzentration auf die Eigenständigkeit der „Region in Gründung“ Sachsen-Anhalt. Im Sommer 2015 erweiterte sich der Dienst der Molls  in Richtung ökumenischer Zusammenarbeit mit Kirchen und Gemeinden z.B. in den „Magdeburger Domlesungen“ und in gemeinsamen Aktionen in Ethik-Foren mit dem Bund katholischer Unternehmer“ (BKU)  und dem Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer (AEU), wie auch mit dem Gesprächsforum „Glauben und Leben“. Nach dem freiwilligen Verlassen des „BFP“ bauen Molls an überkonfessionellen Netzwerken  und am Sammeln freier Gemeinden, was z.B. in den „Wernigeröder ökumenischen Worshipservice“ (WoW)  Gottesdiensten auf „Schloß Wernigerode“ zum Ausdruck kommt. Der Radius des Reise- und Predigtdienstes wurde größer.    

 

Engagement in der Stadt und Region

Weil ihm die gute Zusammenarbeit der wenigen Christen in der Stadt am Herzen lag, engagierte Moll sich in dem Zusammenschluss der „Christen in Magdeburg – CIMD“, wo er in der Leitung mitarbeitete. Durch eine Studienreise nach Tacoma, USA, und später auch mehrmals nach London entstand eine Zusammenarbeit mit dem „Jesus Ministry“ von Pastor Mike Riches. Im Sommer 2007, nach Gründung des Vereins „Verantwortung und Werte“, wo Moll seit dem angestellt ist als geschäftsführender Vorsitzender, erweiterte sich der Dienst in der Öffentlichkeit durch christliche Kulturprojekte, der „Marriage Week“, Unternehmerforen, und internationalen Begegnungen für die Völkerverständigung mit stärkerem Engagement gegen Weltarmut durch „Microfinancing“ bei „Opportunity International Deutschland“, deren Botschafter er ist.

 

heutige Tätigkeit

Der Dienst in der Lokalgemeinde veränderte sich in die Funktion eines Seniorpastors. Auch als Berater vieler Gemeindeleitungen ist sein Rat und seine Erfahrung geschätzt. Durch den erweiterten Reisedienst, in dem er in Englisch oder Deutsch zu vielfältigen Themen lehrt, kann er auf unterschiedlichsten Ebenen für die Vereinsarbeit werben und seine Vernetzung ständig erweitern. In seinen Vorträgen liegt ein Schwerpunkt Molls in dem Bewusstmachen der Grundwerte, der Würde und der Freiheit des Menschen und der daraus resultierenden Verantwortung vor Gott und Menschen.
Sein Engagement in der „Gebetsfrühstücksarbeit“ führte ihn nicht nur im Land, sondern auch auf Bundes- und Europaebene mit Politikern zusammen, bis hin zur Teilnahme am „National Prayer Breakfast“ in Washington DC, USA. Es ist ihm ein Anliegen, die Christen zu motivieren, sich für die Obrigkeit im Gebet einzusetzen und aktiv am öffentlichen Leben teilzunehmen.